TRANSPHOBIE im ALLTAG: ein Freier Wuffel berichtet über seine Erfahrungen ( anonym , n.n. )

“Es war ein harter Kampf da zu stehen wo ich heute stehe und mein Weg ist noch nicht zu Ende, auch was mein Äußeres angeht.
Und dann sind die CisMänner neidisch auf mein Aussehen.
Dabei ist bei mir null auf was man neidisch sein kann… die haben dafür alle DAS, wofür ich die Seele verkaufen würde.
Und zwar einen Penis.

In so einen “Darkroom” zum Beispiel werden die schneller und eher genommen als ich, weil ich noch kein Penis habe.
Und auf den Schwanz kommt es in der Szene doch an…

Um das zu haben, was die alle haben, muss ich mit Krankenkasse kämpfen und mich mehrmals unter Messer legen, mit Gefahr dass es hässlich aussehen könnte oder ich unten nichts mehr spüre…
Und dann machen die sich selbst noch schlecht.
An Frisur oder Kleidung kann man immer was machen, sich pflegen kann jeder.

In den meisten Fällen müssen die nur das an sich ändern.
Die müssen sich nichts erkämpfen.  
Deren Probleme hätte ich gern!

Die glauben mir würden Männer zu Füßen liegen und nur die hätten es in der Szene  schwer.

Nur – ich habe nun mal auch diese Erfahrung..
Früher wurde ich gemobbt, ausgegrenzt..
Leute haben Steine nach mir geworfen und gesagt, ich soll es nicht wagen meine hässliche Visage zu zeigen und soll mich umbringen!
Vor allem, als ich etwas mehr gewogen habe…
Ich kenne diese Probleme.
Und wie gesagt, es war ein harter Kampf und ist es immer so, dort zu stehen, wo ich heute bin.

Die  alle haben etwas, was ich nicht habe…wo ich alle “beneide”.. und wie verletzend und abwertend es sich anfühlt, wenn sich andere über deine Genitalien lustig machen, diese als widerlich bezeichnen.
Vor allem, wenn man sich diese nicht ausgesucht hat.
Würden die Bescheid wissen wie es ist, Transmann zu sein, würde keiner mit mir tauschen wollen.”