Der Singer-Songwriter von der US-Band Imagine Dragons verschenkt das Haus, in dem er aufgewachsen ist, an einen LGBTI-Verein.

Rockstar Dan Reynolds, der Frontmann der Band Imagine Dragons, hat das Haus seiner Kindheit in Las Vegas an eine Hilfsorganisation für queere Jugendliche verschenkt. Der Wert des Hauses wird laut Medienberichten auf eine Million Dollar (rund 850.000 Euro) geschätzt. Der Sänger habe gemeinsam mit seiner Ehefrau seinen Eltern das Haus abgekauft, um es zu verschenken.

Dan Reynolds
Bild: Twitter / Dan Reynolds

Die Spende geht an den Verein “Encircle”, der derzeit LGBTI-Jugendzentren in den Staaten Arizona, Idaho, Nevada und Utah errichtet. Bislang betreibt Encircle erst drei Zentren in Utah – Reynolds früheres Heim wäre das erste Zentrum der Organisation in Nevada, die unter anderem kostenlose Beratung und psychologische Begleitung auch für Menschen ohne Krankenversicherung anbietet. Als Ziel hat der Verein für dieses Jahr ausgegeben, acht weitere Zentren zu eröffnen.

Auch Tim Cook unterstützt Encircle

Weitere Spenden kamen unter anderem vom Technologieunternehmen Apple, das seit 2011 vom schwulen Vorstandsvorsitzenden Tim Cook geführt wird. Auch Unternehmer und Milliardär Ryan Smith, der Besitzer des Spitzen-Basketballteams Utah Jazz, beteiligte sich an der Aktion. Die beiden stellten vergangene Woche gemeinsam mit dem Imagine-Dragons-Sänger das Projekt auch in der beliebten Frühstücksshow “Good Morning America” vor.

In der Sendung erklärte Reynolds sein Engagement mit den Worten: “Ich habe mein ganzes Leben hindurch gesehen, welch schwierigen Weg LGBTQ-Jugendliche gehen müssen, speziell wenn sie in gläubigen Familien aufwachsen.” Reynolds selbst wuchs als Mormone auf, also in einer halbchristlichen Sekte, die Homosexualität ablehnt.

Quelle: VouTube.com

Reynolds, der seit 2011 mit Singer-Songwriterin Aja Volkman verheiratet ist, gilt als “straight ally”, also als heterosexueller Verbündeter der LGBTI-Community. Der 33-Jährige engagiert sich bereits seit Jahren für queere Rechte: 2017 hatte Reynolds in Utah das Musikfestival “Loveloud” ins Leben gerufen. Dessen Ziel sei es, “gegen Selbstmorde von Jugendlichen zu kämpfen und Akzeptanz von LGBT-Jugendlichen zu fördern”. 2019 sorgte er nach dem Sieg seiner Band bei den Billboard Music Awards für Schlagzeilen, als er in der Dankesrede darauf hinwies, dass es in zwei Dritteln der US-Bundesstaaten noch immer keine Restriktionen bei Homo-“Heilung” gebe und man sich deswegen bei seinen lokalen Abgeordneten beschweren sollte. Vor einem Jahr reiste er nach Washington, um mit Politiker*innen über ein Verbot von “Konversionstherapien” zu sprechen.